„Supernanny“ macht bessere Eltern

November 23, 2006

Reality-Shows und Doku-Soaps gehören zu den schlimmsten Erfindungen des Privatfernsehens. Bei gewissen Sendern scheint fast das gesammte Programm aus solchen Machwerken zu bestehen. Bei RTL greift die „Supernanny“ überforderten Eltern und Kindern unter die Arme – offenbar mit Erfolg. Ob die Supernanny Killerspiele verbietet weiss ich auch nicht, aber derartige Programme können die elterlichen Fähigkeiten sowie das problematische Verhalten von Kindern positiv beeinflussen. Dies geht aus einer Studie der University of Manchester hervor, die nun veröffentlicht wurde.

Das Ergebnis zeigte, dass Eltern, die die Serie sahen und die erteilten Ratschläge der Serie befolgten, weit weniger Probleme mit ihren Kindern hatten als vorher. So hätten über 40 Prozent der verhaltensauffälligen Kinder nach dem Auslaufen der Serie ihr Verhalten deutlich gebessert und konnten als „normal“ eingestuft werden. So konnte unter anderem auch das Vertrauen in die eigenen erzieherischen Fähigkeiten gesteigert werden. Darüber hinaus gaben 45 Prozent der befragten Eltern an, in schwierigeren Situationen nicht mehr so schnell überzureagieren.

Welche Wirkung andere Reality-Shows auf die Zuschauer haben, ist bis jetzt nicht bekannt. Weitere Studien sind dringend angebracht, nicht auszudenken wenn auf einmal ganz Deutschland von einer Welle der zwanghaften Hausrenovation erfasst wird.

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