Harry Potter zu früh verkauft

Juli 19, 2007

Zwei amerikanische Unternehmen haben den letzten Harry-Potter-Band bereits vor dem offiziellen Erscheinungsdatum am kommenden Samstag, den 21. Juli verkauft. Und die New York Times veröffentlichte bereits eine Kritik. Der Verlag Scholastic hat bereits rechtliche Schritte gegen die beiden Händler angekündigt. Und an die Potter-Fans appellierte Scholastic, die Wälzer bis Samstag Mitternacht versteckt zu halten. Nicht ganz an diesen Aufruf gehalten hat sich die New York Times. Sie veröffentlichte bereits heute eine Kritik des letzten Harry Potter-Bandes. Das Blatt hat nach eigenen Angaben „Harry Potter And The Deathly Hallow“ zwei Tage vor Ablauf der Sperrfrist in einem New Yorker Buchladen gekauft.


Wer setzt wieviel auf Paris?

Mai 23, 2007

Das grösste irländische Wettbüro Paddy Power nimmt Wetten rund um Paris Hilton und ihren bevorstehender Gefängnisaufenthalt an. Dabei geht es um Fragen wie „Bekommt Paris Hilton im Knast Champagner? Darf sie ihren Hund mitnehmen? Wird sie gar einen neuen Sexfilm drehen?“

Egal, wie es auch immer ausgeht. Es wird immer klarer, dass immer mehr Leute an der ganzen Geschichte verdienen werden: Wettbüros, Boulevardblätter, Fotografen und natürlich auch Paris Hilton selbst, wenn sie ihr Tagebuch vermarktet. – Ende gut, Führerschein wieder zurück und die Kohle stimmt auch. Manche Menschen merken wohl nie, wenn sie sich daneben benehmen.


PlayStation 3: Proleten-Marketing

März 23, 2007

Anlässlich dem Verkaufsstart der lang verzögerten PlayStation 3 von Sony gab es bei der Launch-Party in Berlin die merkwürdigsten Aktionen: In der örtlichen Saturn-Filiale konnten Besitzer Xbox 360 ihre teuer bezahlte Spielkonsole zerstören und im Gegenzug eine nagelneue PS 3 erhalten. Dies ist Marketing der untersten Schublade. Offenbar hat Sony sich durch eigenen interne Misswirtschaft so in die Ecke getrieben, dass sie meinen, nur noch mit primitiver Gewalt dort wieder heraus zu kommen. Mit normalen Verkaufsargumenten schafft man es offenbar nicht mehr.

Aber was sagt das auch über die Leute, die so einen Schwachsinn noch mitmachen? Eine Xbox 360 kostet rund 600 Franken. Wer ist so blöd und schmeisst so viel Geld einfach aus dem Fenster? Ich will nicht Partei für die eine oder die andere Konsole ergreifen, aber wer bei sowas mitmacht, ist doch ziemlich bescheuert.

Und was wollte Sony mit dem Ganzen bezwecken? – Die Leute reden drüber, regen sich auf und schreiben Newsmeldungen, Kommentare und Blogeinträge, so wie diesen hier. In gehobenen Kreisen nennt man dies Viral-Marketing.


Internet-Tagebücher als Medium für Werbung und PR

Oktober 31, 2006

Blogger werden zunehmend durch PR und Werbung vereinnahmt, schreibt die NZZ in ihrer Medien-Beilage. Es gehe dabei um den Versuch, einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Informationen herbeizuführen. Interessanter, lesenswerter Artikel. Hier lesen.


Mit Einheitsauto in der Formel 1

Oktober 24, 2006

Der koreanische Autohersteller Hyundai plant offenbar den Einstieg in die Formel 1. Gespräche mit Bernie Ecclestone liefen bereits, berichtet der Branchendient persoenlich.com. Ab 2010 soll es los gehen. Bis dann hat sich die Formel 1 auch mit Einheitsreifen, Einheitselektronik und sonstigen Sparmassnahmen auch soweit selber kastriert, dass auch Hyundai, dessen Autos ohne grosse Optionspakete oder fortschrittliche Ausstattung daher kommen, gut dazu passt. Ganz nach dem Motto: „Alles dabei, Hyundai.“ Zum Glück ist Schumi rechtzeitig zurückgetreten.