Bye, bye Basler Stadtcasino

Juni 17, 2007

Mit grosser Befriedigung habe ich vom Abstimmungsresultat Kenntnis genommen, dass die Baslerinnen und Basler dem überteuerten und übergrossen neuen Casino keine Chance geben wollen. Der stolze Betrag von 40 Millionen Franken hätte aus der Staatskasse in den Neubau fliessen sollen. Auch wenn die Gründe zur Ablehnung bei vielen Stimmbürgern unterschiedlich sein mögen, finde ich es nur richtig, dass ein Kanton, der seinen Sozialhilfeempfängern nicht mal die Krankenkassenbeiträge bezahlen will, nicht 40 Millionen in einen elitären Kunstbau steckt.


Gold für Schweizer Imagefilm

März 12, 2007

Der im vergangenen November produzierte Imagefilm für das Basler Hotel „Les Trois Rois“ hat in Berlin am Internationalen Tourismusfilmwettbewerb „Das Goldene Stadttor“ in Berlin den Gold Award gewonnen. Produziert wurde der Film von der Bieler element p GmbH. Für Regisseur und Kameramann Daniel Reichenbach eine wunderbare Bestätigung seiner Arbeit: „Wir haben für den Film alle Register gezogen“, meint Reichenbach stolz im persoenlich.com Newsticker.
Der Film kann auf der Webseite von „Les Trois Rois“ angeschaut werden. Mit dem Film bin ich auch auf persönliche Weise verbunden: In der Szene mit der Opernsängerin bin ich als Statist dabei.


Basels neue Partnerstadt: Pjöngjang

Dezember 22, 2006

Als neue Partnerstadt von Basel schlage ich die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang vor. Nicht nur fördert das die Völkerverständigung („Völker hört die Signale…“), sondern auch die internationale Solidarität zwischen Städten, die unter einer knappen Energierversorgung leiden. Was in Nordkorea schon lange Alltag ist für viele notleidene Menschen, wird nun bald auch im Kanton Basel-Stadt (und im Rest der Schweiz) Wirklichkeit: Während der Herbstmesse muss allen Sozialhilfeempfängern zu Hause der Strom abgestellt werden, weil die Bahnen zu viel Strom fressen oder die Trams fahren nur noch alle halbe Stunde, weil die neue Stadtbeleuchtung Basel ins rechte Licht rücken muss.

Nachdem sich das Geothermieprojekt mit einem Rums bis auf weiteres verabschiedet hat, ist weiterhin unklar, woher denn in Basel demnächst der Strom kommen wird. Aus der Steckdose, klar. Aber Scherz beiseite. In rund 10 Jahren werden in der Schweiz die ersten KKW altershalber abgeschaltet und die Lieferverträge mit dem Ausland laufen aus und können nicht erneuert werden. Die Basler Verfassung wendet sich in Artikel 33 gegen die Nutzung von Atomenergie, also was tun?

Von der Regierung ist nun endlich ein energiepolitischer Realismus zu verlangen: Atomstrom kategorisch auszuschliessen ohne alltagstaugliche Alternativen in der Hand zu haben, ist verantwortunglos. Träumen, forschen und testen darf und soll man immer – aber bitte nicht die Augen vor der Realität verschliesen. Mit den IWB-Kosten bezahlen wir in Basellstadt die Erforschung und Förderung neuer Energiequellen. Da „Deep Heat“ vom Tisch ist, bin ich gespannt, was uns die Regierung als nächstes vorschlägt: Ein Windrad auf dem linken Münsterturm oder flächendenkende Solarzellen auf allen Basler Dächern? Nein, sorry, die sind ja in der Innerstadt von der Stadtbildkommission verboten. Also, what’s next? Schicken wir doch Barbara Schneider und Herrn Rechsteiner mal für einen Monat nach Pjöngjang, damit sie Stromsparen mal aus nächster Nähe lernen können. Vielleicht bezahlt ihnen ja die IWB die Tickets.

Bild: Nordkorea bei Nacht aus dem All gesehen (Der helle Punkt ist die Seoul, Hauptstadt von Südkorea). Sieht es auch in der Schweiz bald so aus?

nkorea-night.jpg

Bildquelle: http://epod.usra.edu/archive/epodviewer.php3?oid=87488