Feindbild YouTube

Nach der Musikindustrie und der Filmbranche treten nun die nationalen und internationalen Sportverbände an, Social Networking Plattformen von Inhalten zu säubern, die eine Verletzung der Urheberrechte darstellen. Verschiedene Rechtinhaber aus Europa und den USA haben YouTube in der vergangenen Tagen aufgefordert, mehrere zehntausend Clips aus dem Angebot zu entfernen. Für Rechtstreitigkeiten hat die neue YouTube-Besitzerin Google schon mal locker 500 Millionen Dollar auf die Seite gelegt.

Klar handelt es sich bei den meisten Sportclips um Material von TV-Stationen, für welches die YouTube-User kein Verbreitungsrecht haben. Liest man die Medienberichte der letzten Tage scheint dies jedoch nur ein kleineres Problem für FIFA und Co. zu sein. Schlimmer wiegt, dass hier Leute ohne horrende Lizenzgebühren bezahlt zu haben, Ausschnitte aus Sportübertragungen der breiten Allgemeinheit zugänglich machen. Den Sportverbänden geht also hauptsächlich ums Geld, wobei die Liveübertragungen im TV kaum durch Ausschnitte auf YouTube bedroht werden. Die Industrie der Sportverbände sollte sich mal überlegen, ob sie nicht lieber ein gewisses Mass an Rechteverletzungen in Kauft nimmt und dafür neue Sportbegeisterte gewinnen kann, welche Tickets für die Stadien lösen oder die (teuer bezahlten) Live-Übertragungen im TV schauen. Aber wer nur kurzfristig abzocken will, der denkt natürlich nicht so weit.

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