Musikindustrie: Oldies sind „Goldies“

Oktober 31, 2006

wurlitzer.jpgLangsam scheint sich die Musikindustrie damit abzufinden, dass sie ihre Produkte auch online anbieten muss. Dabei geht es längts nicht mehr nur um die aktuellen Hits von Madonna oder Slipknot. Musikkonzerne wie Universal Music oder Sony BMG sind dabei auch Oldies aus fast längst vergangenen Zeiten digital übers Internet zugänglich zu machen. Die Verkaufszahlen erster Testangebote liegen über den Erwartungen der Industrie. Zudem hofft die Industrie auch neue Kunden anzusprechen, im Visier sind dabei ältere Surferinnen und Surfer, welche sich die Hits ihrer Jugend nun in digitaler Qualität aus dem Netz holen können. Bei der Neuverwertung der alten Songs schlagen den Konzernen allerdings zum Teil die Verwertungsrechte ein Schnippchen: Jahrzehnte nach dem ersten Erscheinen der Alben fällt es den Unternehmen oftmals schwer, die Genehmigung aller Beteiligten oder gar ihrer Erben einzuholen. Es käme doch der Industrie nie in den Sinn, die Songs ohne die Genehmigung der Rechteinhaber zum Download bereit zu stellen, oder?

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Internet-Tagebücher als Medium für Werbung und PR

Oktober 31, 2006

Blogger werden zunehmend durch PR und Werbung vereinnahmt, schreibt die NZZ in ihrer Medien-Beilage. Es gehe dabei um den Versuch, einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Informationen herbeizuführen. Interessanter, lesenswerter Artikel. Hier lesen.


Auch im Islam wird gelacht

Oktober 25, 2006

Auch auf die Gefahr hin, dass dies nichts mit Islam oder Kultur-Konflikt zu tun hat. Diese Meldung aus dem Werbewoche-Newsticker von heute zeigt mal ein anderes Bild aus dem arabischen Raum, als immer nur den humorlosen Islamisten, der bei jeder westlichen Provokation gleich nach dem heilihgen Krieg ruft:

„Zu guter Letzt: Irak rächt sich mit Fake-News: Auf Bagdads Strassen gibt es seit kurzem wieder etwas zu lachen. Eine neue irakische Comedy-Show namens «Hurry Up, He’s Dead» rächt sich mit einer unkonventionellen Waffe an der US-Besatzung: Mit Satire und falsch verstandenen Nachrichten. Moderator Saad Khalifa, der mit einer riesigen Afro-Perücke, einer sternenförmigen Sonnenbrille und unzähligen Goldketten an Ali G. oder amerikanische Gangsta-Rapper erinnert, versucht aus düsteren Meldungen das letzte bisschen Komik herauszuholen. So kündigte er in einer Sendung an, «Rums bin Feld» habe den Abzug der amerikanischen Truppen angekündigt. Klar, falsch verstanden: Sie würden vielmehr «einer nach dem anderen» gehen. Deshalb würde es wohl noch mehr als 600 Jahre dauern. Trotz aller Komik habe die Sendung eine ernsthafte Absicht, erklärte Moderator Khalifa gegenüber der New York Times: «Wir wollen den Irak wieder in Ordnung bringen – die öffentlichen Dienste, die Regierungsmitarbeiter, die Beziehungen zwischen den Menschen». Kahlifa gestand der Zeitung aber, er habe alle Hoffnung in den Irak verloren: Die Regierenden seien unfähig, das amerikanische Experiment der Einführung von Demokratie eine Totgeburt. Aber immerhin hat das irakische Volk nun wieder eine starke Waffe: Den Humor.“


Pressefreiheit – ein hohes Gut

Oktober 25, 2006

Die internationale Organisation „Reporter ohne Grenzen“ ermittelt jährlich, wie es auf der Welt mit der Pressefreiheit steht. Auf dieses Jahr rangiert die Schweiz auf den fordersten Plätzen, auch wenn sie gegenüber dem Vorjahr etwas abgerutscht ist (siehe NZZ). Das Länder wie Nordkorea oder Iran ganz unten in der Hitparade zu finden sind, überrascht nicht. Mehr Sorge sollte bereiten, dass Länder wie die USA, welche ihre Werte mit agressiven Methoden in die ganze Welt exportieren, nur auf Platz 53 zu finden sind.


Mit Einheitsauto in der Formel 1

Oktober 24, 2006

Der koreanische Autohersteller Hyundai plant offenbar den Einstieg in die Formel 1. Gespräche mit Bernie Ecclestone liefen bereits, berichtet der Branchendient persoenlich.com. Ab 2010 soll es los gehen. Bis dann hat sich die Formel 1 auch mit Einheitsreifen, Einheitselektronik und sonstigen Sparmassnahmen auch soweit selber kastriert, dass auch Hyundai, dessen Autos ohne grosse Optionspakete oder fortschrittliche Ausstattung daher kommen, gut dazu passt. Ganz nach dem Motto: „Alles dabei, Hyundai.“ Zum Glück ist Schumi rechtzeitig zurückgetreten.


Wirklich super mit Supercard

Oktober 24, 2006

Ich hab immer gedacht, die Supercard von Coop sei ein Instrument zur Kundenbindung, also dass wir immer wieder bei Coop einkaufen gehen. Hm, so weit so gut. Wenn es aber um den Umgang mit bestellten Prämien geht, muss der Kunde fressen was er vorgesetzt bekommt.

Kundenorientierung und Dienstleistungsbewusstsein sind hier Fremdwörter. Vergangene Woche habe ich einen Sandwichtoaster zurückgeschickt, weil das Gerät nicht meinen Vorstellungen entsprach und auch auf der Webseite www.supercard.ch nur sehr dürftig beschrieben ist. Jeder moderen Online-Shop macht das heute besser. Und welch eine Überraschung: Der Kundendienst hat mir den Toaster wieder zurückgeschickt, mit dem lapidaren Hinweis, Umtausch sei nicht möglich. Das steht zwar in den AGB so drin, ein anständiger Umgang mit Kunden sieht wohl anders aus.

Moral von der Geschichte: Ich hab meine Supercard durchgeschnitten (wow, hat das gut getan) und zurückgeschickt mit der Bitte, mich aus dem Supercard-Prgramm zu streichen. Mal sehen, vielleicht schickt der Kundendienst mir eine neue Karte…


Also doch! Mehr Gebühren für SF

Oktober 10, 2006

Und schon wieder ist das Schweizer Fernsehen Thema eines Postings. Die SRG hat nun ihren gestiegenen Finanzbedarf für die kommenden Jahre in Bern gemeldet, man redet von einer drohenden Gebührenerhöhung von rund 8 %. Die hoch gepriesene Digitalisierung habe eben ihren Preist, tönt es aus dem Leutschenbach. Ebenso wollen die Veranstalter von Sportgrossanlässen immer mehr für die Übertragungsrechte abkassieren, da brauche SF eben mehr Geld.
Man sollte diese neue Runde der Gebührenerhöhung endlich zum Anlass nehmen, um über eine Privatisierung des Schweizer Fernsehens nachzudenken. Medien mit gesetzlich verankerten Zwangsgebühren zu finanzieren, passt nun wirklich nicht mehr ins 21. Jahrhundert.